Freitag, 15. Mai 2009

24

Mit 24 Messerstichen wurde Cäsar ermordet, 24 Sekunden braucht das Blut um einmal im Körper zu zirkulieren, 24 Chromosomen werden vom Menschen vererbt...ach nee, das war ja alles die Zahl 23. Naja, aber am 24. Tag vom Dezember ist Weihnachten, 24 Stunden hat der Tag und 24 Jahre habe jetzt auch ich (wie es die Spanier sagen würden- tengo
24 anos)!!! Und diesen so bedeutenden Geburtstag habe ich also auf Mallorca gefeiert.
Da der 10. Mai dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, beschloss ich mit einigen Freunden reinzufeiern. Samstag Abend wurde dann erstmal lecker gekocht und danach die Ohren der Nachbarn durch unsere Karaokekünste strapaziert.


Pünklich um Mitternacht wurde natürlich angestoßen und es gab lecker Kuchen (nochmal danke an Irina!).

Eines meiner Geburtstagsgeschenke war übrigens Vini, der schon ein paar Tage vorher angekommen war und mit dem ich dann wieder die Insel unsicher machte. Diesmal sogar mit gleich 2 für mich ganz neuen Fortbewegungsmitteln:
1. mit dem Segway. Das haben einige von euch sicherlich schon mal gesehen. Eine ganz neue Art von 2-Rad, welches man nur mit seiner Gewichtsverlagerung steuert, vorzugsweise auf Messen zu beobachten, aber wie ich ein paar Wochen vorher herausfand, auch an der Playa de Palma. Dort wird u.a. eine 1-stündige geführte Tour angeboten, die Playa rauf und runter. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind wir dann also mit max. 30 km/h an den verdutzten Touris vorbeigerauscht und es hat wirklich richtig Spaß gemacht, kann ich nur empfehlen!


Die 2. neue Fahrerfahrung hatte ich dann mit nem schicken sogenannten Mojito-Motorroller. Langweilig, denken da vielleicht einige, aber ich hab nunmal noch nie vorher auf sowas gesessen. Und da in Spanien, im Gegensatz zu Deutschland, der normale Autoführerschein ausreicht, um auch die 125er Modelle zu fahren, wollten Vini und ich das unbedingt mal ausprobieren. Und es war super! Mit dem Wind im Gesicht ist es ein ganz anderes, viel intensiveres Fahrerlebnis und man kann sich als Beifahrer so schön an den Fahrer kuscheln :) Danach will man nie wieder im Auto fahren...außer vielleicht bei Regen. Aber den gibts hier zu dieser Jahreszeit ja zum Glück kaum noch und deshalb - der nächste Rollerausflug kommt bestimmt!

Mittwoch, 29. April 2009

Schnipp Schnapp Haare ab

Ich habe es tatsächlich wahr gemacht!
Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an mein Gerede in den letzten Jahren, wenn es hieß: "Irgendwann schneide ich mir mal die Haare ganz kurz." Mehr oder weniger verbindlich hatte ich mir die Zeit bis zum 50. Geburtstag meiner Mama als Galgenfrist gesetzt, war ja immer noch so lange hin...
Aber dieses Jahr war es nun soweit und ich begann ernsthafter denn je darüber nachzudenken, ob und vor allem wie ich es tun sollte.
Pro: Natürlich mochte ich meine schönen langen Haare sehr, nicht nur weil ich oft darum beneidet wurde und besonders Männer sie toll fanden, sondern auch, weil sie gleichzeitig so pflegeleicht waren (was andere erst nach fönen, glätten und zig Haarprodukten erreichten, hatte ich einfach indem ich mich mit handtuchfeuchtem Haar schlafen legte und am nächsten Morgen nochmal durchkämmte). Aber nach fast 10 Jahren wollte ich endlich auch mal einen neuen "look", mich auch äußerlich verändern. In anderer Hinsicht konnten die langen Haare auch sehr unpraktisch sein (das Hängenbleiben an irgendwelchen Stuhllehnen, Türklinken, Mantelknöpfen etc.; das Eindippen in gefüllte Teller und Gläser; das Fegen des Pferdeschwanzes in das Gesicht des Nebenstehenden bei einer zu schnellen Drehung des Kopfes, vor allem beim Tanzen (an dieser Stelle noch einmal Entschuldigung an alle Gepeitschten)).
Kontra: Was mir aber Angst machte, waren die Berichte von Kurzhaarträgerinnen, die erzählten, wieviel mehr Aufwand man mit kurzen Haaren doch hätte, wie widerspenstig sonst brave glatte Haare würden...
Was mir bis dato fehlte, war eine rund-um Beratung, weil ich, was kurze Haare anging, keine Ahnung hatte, was bei mir möglich war und was mir stehen würde.
Da ich ja nun aber dank meines Praktikums die Frisöre aus der Udo Walz Niederlassung in unserem Hotel kennenlernte, hatte ich schon bald qualifizierte Leute an der Hand, die mir beim Mittagessen in der Kantine Tipps gaben.
Und plötzlich wurde es konkret, denn mir kam die Idee Vincent bei meinem Besuch im April zu seinem Geburtstag mit einer neuen Frisur zu überraschen.
Nach einigem Hin- und Her, dem Durchforsten von Magazinen und Internetseiten nach Vorbildfrisuren, langen Beratungsgesprächen beim Frisör und den Meinungen meiner Kollegen (seltsamerweise wollten fast alle Männer mich von meinem Plan abbringen und waren dementsprechend alles andere als eine Hilfe bei der Entscheidung wie kurz es denn nun werden sollte und ob Pony oder nicht) entschied ich mich dann endlich für einen Bob mit Pony, nach dem Motto wenn schon anders, dann richtig!
So, und nun will ich euch nicht länger das Ergebnis vorenthalten:

ohne Worte...



und da wars getan...


das etwas andere Stillleben


Fertig!

Dass ich bei meinen glatten Haaren jemals ein Glätteisen benutzen müsste, das hätte ich nie gedacht, aber da komme ich jetzt nicht mehr drum herum, zumindest um die Spitzen schön rund nach innen fallen zu lassen.
Klar muss ich jetzt deswegen ein bisschen früher aufstehen, aber ansonsten bin ich mit meiner neuen Frisur total zufrieden und habs noch kein bisschen bereut. Nur der Pony nervt mich öfter noch, aber den steck ich dann einfach mit ner Spange weg.


- Geht auch, oder?

Achso, nachdem Vini erst einen Moment gebraucht hat, mich auf dem Flughafen zu erkennen, war er gleich ganz begeistert :)
Ihm gefällts, mir gefällts- und euch?

Mittwoch, 8. April 2009

Pri-Pra-Praktikum

Was macht man an seinem freien Tag auf Mallorca, wenn zur Abwechslung mal nicht frühsommerliche Temperaturen und Sonne pur angesagt ist(da gibts natürlich nur eins: Strand!)sondern Schmuddelwetter? Richtig, man putzt mal wieder die Wohnung und dann erinnert man sich, dass es ja auch noch einen Blog gab, der gepflegt werden will bzw. neugierige Leser, die endlich mal wieder informiert werden wollen. Nun, nach 1 1/2 Monaten Auslandspraktikum wird es auch wirklich mal Zeit eine erste Bilanz zu ziehen und zu berichten, was ich denn da überhaupt so mache.
Also erstmal was zum Hotel an sich:
Das St. Regis Mardavall ist mit seinen inoffiziell 6 Sternen die luxuriöseste Adresse auf Mallorca. Es gehört, wie noch 2 andere Hotels auf der Insel zur Kette Arabella Starwood Hotels & Resorts. Andere bekannte Marken sind z.B. Westin, The Luxury Collection oder Le Meridien, aber St. Regis ist die luxuriöseste Marke von allen ("St. Regis ist die Definition für ein Höchstmaß an Stil und Eleganz. Wer sich nach Luxus in jedem Detail und tadellosen Service sehnt, findet sein Zuhause in den St. Regis Hotels."). Das heißt wer mich z.B. zu meinem Geburtstag hier besuchen will und daran denkt sich dort einzuquartieren, den erwartet das hier:

Das ist die Treppe zum weitläufigen Garten hinunter


Die Lobby


Der Pool

Und der Blick von der Restaurantterasse aufs Meer

Ihr solltet allerdings schon so mit
700-2000 oder mehr Euro PRO NACHT rechnen,
+ 40€ Frühstücksbuffet,
+ abendliches 8-Gänge-Menü für 130€
+ Flasche Wein von 50-2000€.
Dafür gibts dann teilweise Jacuzzi, (Dampf)Sauna, Bang & Olufson Flachbildfernseher und einiges mehr in der Suit und Zugang zum Arabella Spa. Wenn ihr noch etwas drauflegt gibts auch noch den privaten Butler-, Helicopter- und Yachtenservice, Personaltrainer oder Starfriseur Udo Waltz...
Na, wie wärs?

Nun aber zu meinem Job. Offiziell habe ich die Aufgaben eines Food & Beverage Coordinators. Das heißt:
•To ensure that the standard of written work is accurate and well presented
•To advise the F&B Director of guest comments or complaints and to initiate a response
•To provide administrative and secretarial support to the F&B Department
•Continuously review and improve internal operations and processes within the department
(laut Job description)

Im Klartext heißt das vormittags stehe ich immer als Hostess am Eingang zum Frühstückssaal- begrüße die Leute (mit dem Namen - kann ich natürlich alle auswendig, zumindest in der Theorie), führe sie zum Tisch, nehme Reservierungen entgegen, helfe gelegentlich beim Tisch ab- und neu eindecken usw. Leider verwechseln die werten Gäste mich oft mit der Bedienung und geben mir ihre Bestellung und Extrawünsche auf. Das kann, wie gerade jetzt zu Ostern, sehr stressig werden aber manchmal kommt ewig keiner und ich steh stundenlang nur doof rum und freu mich ganz doll, wen ich wenigstens Servietten falten kann. Deswegen bin ich immer ganz froh, wenn der Teil des Tages vorbei ist, und ich ins Büro kann. Aber ein paar Vorteile hat dieser Gästekontakt schon, nicht nur weil es auch wirklich nette Gäste gibt, die mir Komplimente machen und mit mir plaudern, sondern auch wegen dem Promifaktor. Gut, auf Heiner Lauterbach und Co. mit ihrer Überheblichkeit kann ich gerne verzichten und mit der Sensationsinfo, dass der Ex von Veronica Ferres tatsächlich eine Affäre mit der Exgeliebten von Olli Kahn hat, kann ich sowieso nicht zur Klatschpresse gehen, obwohl das mein mageres Praktikantinnengehalt sicherlich aufbessern würde...Nein, ich rede hier von einem Privileg, um das mich sicherlich Millionen von inzwischen dem Teenageralter entwachsenen Mädels beneiden würden: 2 Wochen lang jeden Morgen von TAKE THAT Sänger Howard Donald begrüßt zu werden. Und nicht nur das, er hat mich auch gesegnet! (Er sagt "Bless you"- als ich niesen musste). Ehrlich gesagt hätte ich ihn gar nicht erkannt, so unauffällig und höflich er sich mit seinen beiden kleinen Töchtern gab (immerhin war ich erst 11 als sie sich schon wieder auflösten). Aber dafür gibts ja Kolleginnen, die noch zu den Fans der ersten Stunde gehörten und bei seinem ersten Besuch im Hotel im letzten Jahr einen halben Nervenzusammenbruch erlebten.

Nach dem leckeren Mittagessen in der hoteleigenen Kantine, das wie auch ein Frühstücksbuffet für alle Mitarbeiter inklusive ist und wo es öfter vom letzten Tag übrig gebliebene Leckereien vom Gästebuffet gibt, gehts dann ins Büro.
Dort unterstütze ich den Küchenchef beim Waren bestellen, schreibe Menü-, Wein- und Halbpensionskarten, immer auf deutsch, englisch und spanisch, darf manchmal auch Preise kalkulieren und was halt noch so alles anfällt an administrativen Aufgaben. Dementsprechend gewachsen ist mein kulinarisches Vokabular, mein restliches Spanisch macht ansonsten aber kaum Fortschritte, weil ein großer Teil der Mitarbeiter (von den Gästen ganz abgesehen) Deutsche bzw. Österreicher sind. So auch Simone und Kristin aus meinem Büro, die neben meinen Aufgaben auch noch Eventkoordination machen (wo ich dann auch ein bisschen hineinschnuppern kann), und dank denen es meistens ziemlich lustig zugeht im Büro. Mein Chef wiederum ist nicht nur Spanier, sondern auch aus Andalusien, was die Kommunikation nicht gerade leichter macht.

Ich am Schreibtisch von meinem 3-Mann-Büro.

Und wenn ich dann mal nix zu tun habe, übe ich schon mal Hoteldirektor spielen, in dem ich dessen hektische aber charismatisch-geschwungene Handschrift auf den persönlichen Begrüßungskärtchen, die in jedes Zimmer gestellt werden, fälsche :) Unterschreiben tut er dann natürlich doch noch selbst.
Und im Juni werde ich, wenn auch nur für 2 Wochen, zur Assistentin des Area Managers (also der Oberfuzzi der Oberfuzzis, der für alle 3 Araballa Starwood Hotels auf der Insel veantwortlich ist) befördert, während die eigentliche Assistentin im Urlaub ist.
Aber eigentlich gehört mir der ganze Laden ja sowieso schon längst und meine Praktikantentätigkeit ist nur Tarnung, um unauffällig zu sehen wie der Laden läuft.
Ich habe das Hotel, bzw. die Marke sogar nach mir benennen lassen, wie man unschwer erkennen kann am Emblem:



Wie ihr seht: St. R. steht natürlich eigentlich nicht für St. Regis, sondern für STefanie Reimann ;)

Freitag, 27. Februar 2009

Ist das Leben nicht schön?

Die Prüfungen sind geschafft, mein Schatz war eine Woche da und jetzt genieße ich die letzten freien Tage bevor das Praktikum losgeht. Ich glaube fast zum ersten Mal seit einer Ewigkeit habe ich wirklich einfach mal Ferien- muss nicht lernen oder irgendwelche Hausarbeiten schrieben, habe fast keine Termine oder Verpflichtungen und kann mal ganz ohne schlechtes Gewissen lange schlafen und am Strand (nur 5 min zu Fuß von meienr Wohnung!) in der Sonne lesen und chillen (die letzten 2 Wochen gab es fast jeden Tag strahlenden Sonnenschein bei ca. 15 grad- ich weiß, dass beeindruckt jetzt wahrscheinlich nur die in Deutschland verbliebenen Leser).


Mein neuer Lieblingsplatz: am Strand an einer Mauer gelehnt die Sonne und das Meer genießen

Und nun ein paar Einzelheiten: Ob ich die Prüfungen wirklich geschafft, sprich vbestanden habe, steht noch nicht 100%ig fest- 2 Eegebnisse stehen noch aus, die anderen sind auf jeden Fall gut geworden. Gleich einen tag nach der letzten Prüfung kam dann also Vini zum 2, Mal mich auf dieser schönen Insel besuchen. Wir haben uns mal wieder ein Autolein gemietet, um noch die letzten Ecken hier zu entdecken, die wir beim letzten Mal nicht geschafft hatten. Und so haben wir fast jeden Tag einen tollen Ausflug gemacht. Hier ein paar Impressionen:


Auf der Suche nach der viel gepriesenen Mandelblüte: leider nur noch halbverblüte oder schon grüne Bäumchen gefunden, aber ist doch auch schön



Wanderung zum und Klettertour auf den Lochfelsen: auf dem Weg auf ganz süße Esel getroffen



da ( und noch viel höher) mussten wir hoch und auch wieder runter- laut Reiseführer nur was für erfahrene Kletterer



Geschafft! Marmorblock statt Gipfelkreuz; unter uns irgendwo das Loch



Der Blick vom Felsen- wie ein Gemälde von Caspar David Friedrich...






Typische Landschaft: Olivenbäume am Hang im Gegenlicht



Sonnenuntergang



Nächster Tag: Entdeckung dieser einsamen romantischen Bucht - Vini hat sich doch tatsächlich ins Wasser gewagt...





Der Ausflug mit anderen Austauschstudenten zu der kleinen Insel La Cabrera (ein Naturschutzgebiet) südlich von Mallorca







Mit dem Fahrrad immer an der Playa de Palma entlang bis zu diesem Aussichtspunkt in El Arenal mit Blick auf die Bucht von Palma



Vini chillt


zurück in Palma an der Promenade



Sonnenuntergang über dem Hafen



Ein kleiner Park in Palma - nur ein Beispiel für die hier überall wachsenden Orangenbäumchen

Dienstag, 24. Februar 2009

Jetzt noch ein bisschen mallorquinische Kultur

Eines Abends hörte ich leise traditionell klingende Musik durch mein Fenster dringen, bin dann der Musik gefolgt in einen kleinen Park ganz in der Nähe- da gab es nicht nur eine Bühne mit Musikern, sondern wie man im Video sieht, haben sich viele Menschen dort versammelt, um gemeinsam typisch mallorquinische Tänze zu tanzen...

Freitag, 20. Februar 2009

Fotos

Hier noch ein paar Fotos vom Campus:


Das ist also unser Uni-Gebäude


Mit Orangenbäumchen direkt davor! Die sehen zwar schon lecker und reif aus, aber unsere Gemopste schmeckte noch scheußlich...



Kaum zu glauben, aber bei uns auf dem Campus laufen Pfauen rum!!! Hab ich allerdings auch erst am Ende des Semesters bemerkt




Die Mandelblüte ist auch auf dem Campus zu bewundern


Und der Blick von meinem Balkon:


und man sieht: Das Meer!!!






wunderschöner Sonnenuntergang

Samstag, 31. Januar 2009

Adios universidad, adios piso

Nach 3 entspannten Wochen in Deutschland voll Familie, gutem Essen, Freunden und Winterspaßiergängen gings am 11. Januar wieder zurück ins ca. 20 grad wärmere Palma. Und damit in die letzten 2 Vorlesungswochen vor der Prüfungszeit. Nebenbei hatte ich dann noch das Vorstellungsgespräch im St. Regis, welches wirklich nur der Vorstellung diente, denn es war ja eigentlich schon beschlossene Sache, dass ich dort mein Praktikum machen durfte. Jetzt ist es endlich auch offiziell, ich habe endlich den Praktikumsvertrag unterschrieben zurückbekommen. Es kann also am 1. März losgehen :)
Und schon eine Woche nach unserer Rückkehr nach Palma statteten Irina und ich unserem alten Freund, dem Flughafen schon wieder einen Besuch ab, nämlich um nach Madrid zu fliegen. Dieses Wochenende hat uns dank echt günstigen Flügen mit Airberlin und kostenloser Unterkunft namens "Svens WG" mit allem drum und dran nicht mal 100€ gekostet! Die Zeit war leider viel zu kurz um alles wichtige zu sehen, aber sie reichte für eine tolle Stadtführung (kostenlos!!), ne Kneipentour (bei der wir kein Getränk selber bezahlen mussten), ein bisschen shoppen, viel Spaß und dafür, dass ich mich in die Stadt verliebt habe. Überall diese tolle Architektur, super Wetter, das Nachtleben, die Shoppingmöglichkeiten! Nur blöd, wenn dann die Füße (scheiß Fehlstellungen!!)nicht richtig mitspielen und nach dem 2. Tag stundenlangens Hin- und Herlaufens am 2. Abend streiken...Eins steht jedenfalls fest, ich muss da unbedingt nochmal hin.


Die Tür zur Schwulen-Wg :)


Unsere tolle amerikanische Stadtführerin, die nur für Trinkgeld arbeitet (=Konzept der Sandeman's Free Tours, gibts schon in fast allen wichtigen europäischen Städten)


kleine Stärkung vor der Stadtführung


solche Häuser stehen da überall...


Die Kathedrale La Almudena, an der dank der "Manana, manana- Mentalität" der Spanier einige Jahrhunderte gebaut wurde und ebenso viele verschiedene Stile in sich vereint


Der Palacio Real von vorne...


...und von hinten


des Nachts unterwegs




Nach diesem Wochenende ging dann mal wieder die stressige Zeit los. Neben der Lernerei habe ich mir immer wieder noch Wohnungen angeschaut. Obwohl ich jetzt, da 2 von meinen jetzigen Mitbewohnerinnen bald ausziehen, ein größeres, helleres Zimmer bekommen könnte, hatte ich doch gehofft, vielleicht noch was besseres zu finden. Immerhin wollte ich ja eigentlich von Anfang an mit Spaniern zusammen wohnen, um wirklich gezwungen zu sein mehr spanisch zu reden und dann endlich auch mal größere Fortschritte zu machen. Außerdem hoffte ich näher an die Bushaltestelle ziehen zu können, zu der ich ab März dann jeden Tag laufen muss (von hier brauche ich ca. 15 min)und eine billigere Wohnung wäre auch nicht schlecht. Dazu wollte ich gerne eine Nichtraucher-WG, die gemütlich ist, Internet hat, ein schönes fertig eingerichtetes Zimmer für mich (und Platz für Gäste), nette und ordentliche Mitbewohner, einen Fahrstuhl und Abstellraum für mein liebes Klapprad...klingt fast unmöglich, oder? Nach dem ich mir 4 Wohnungen angeschaut hatte und meist nicht mal die Hälfte der Kriterien erfüllt wurden, wollte ich die Suche eigentlich schon aufgeben, aber eine wollte ich mir dann doch noch anschauen- und die wars! Sie hat alles was ich wollte und sie hat noch einen tollen Bonus- sie liegt sehr nahe am Meer! Ich habe praktisch einen Meerblick vom Balkon aus! Und meine zukünftigen Mitbewohner haben mir auch gleich nach meinem Besuch zugesagt. Je nachdem, wann meine Vermieterin eine Nachmieterin findet werde ich wohl in 1-2 Wochen umziehen.

Und dann gingen die Prüfungen los: obwohl wir wirklich fleißig gelernt hatten, war gleich die erste Klausur ein ganz schöner Schock: da hatten wir wohl doch nicht genug auswendig gelernt und bangen nun um wenigstens 5 von insges 10 Punkten, sonst müssen wir im September nochmal herkommen, um nachzuschreiben. Denn wir müssen alle 4 Fächer, die wir hier belegt haben auf jeden Fall bestehen, sonst wird das ganze Auslandssemester nicht angerechnet. Die zweite Prüfung (in schriftlicher und mündlicher Form) war dafür umso leichter. Und jetzt ist erstmal lernen für die letzten beiden Prüfungen angesagt. Genau das werde ich jetzt tun...bis bald!